Krankheiten, die durch Infektionserreger ausgelöst wurden, gab es schon immer, zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte. Gegen fast alle dieser Krankheitserreger gibt es mittlerweile aber Antibiotika (Bakterien) oder die Möglichkeit der Impfung (Viren). Der AIDS-Virus widersteht jedoch hartnäckig allen Versuchen der totalen Entfernung aus dem Körper. Dieser Virus kann zwar durch spezielle Medikamente minimiert, aber bisher nicht endgültig abgetötet werden, weil dieser sich im Körper “versteckt”. Wer sich einmal mit HIV ansteckt, der trägt das sogenannte “Immunschwäche-Virus” ein Leben lang mit sich. Diese Erkenntnis birgt für jeden Einzelnen unter uns die Möglichkeit zur Prävention. Einfach ausgedrückt: Wer einmal kapiert hat, wie gefährlich das Virus ist, der wird alle Maßnahmen ergreifen, um eine Ansteckung zu vermeiden.
Aufklärung statt lebenslanger Behandlung, der Schlüssel zum Erfolg
HIV hat für viele Menschen ihren Schrecken verloren. Es gibt ja Medikamente, die bereits erfolgreich eingesetzt werden. Doch Vorsicht!, die Sogenannte HAART (hochaktive antiretrovirale Therapie) muss konsequent durchgeführt werden und lässt die Anzahl der Viren im Idealfall unter die Nachweisgrenze sinken. Erfolgreich kann nur eine Kombinationstherapie von mehreren Mitteln sein, sonst bilden sich durch die hohe “Mutationsrate” des HIV-Virus zu schnell Resistenzen. Eine erfolglose Therapie führt ebenso zu Resistenzen, da sich die “überlebenden” Viren übermäßig vermehren und ihre Struktur abermals verändern. Eine zunehmende Resistenz der Viren erfordert eine Erhöhung der im Medikament enthaltenen Wirkstoffe. Aber Achtung: Je höher die Medikamentendosis, umso mehr Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit oder Schwächegefühl treten ein. Hier müssen Arzt und Patient im Team arbeiten, um die Therapie möglichst effizient, aber dennoch nebenwirkungsarm zu gestalten. Die Wissenschaft arbeitet ständig und mit Hochdruck an neuen, noch besseren Medikamenten gegen AIDS, mit immer raffinierteren Therapieansätzen. Aber egal, um welche Medikamente es sich jetzt handelt und wie wirkungsvoll diese sein mögen: Am besten ist es, sich erst gar nicht mit diesem sogenannten Retrovirus zu infizieren.
Die Ansteckungswege und deren Vermeidung, Schutz vor AIDS
Blutkonserven werden in der Regel auf HIV untersucht und im Speichel ist die Viruskonzentration zu niedrig, bleibt als Hauptansteckungsquelle also der sexuelle Kontakt. Die richtige Anwendung von Kondomen ist Pflicht. Auch das sogenannte “Femidom”, ein Frauenkondom bietet Schutz gegen die “sexuell übertragbare” Krankheit AIDS. Und egal, wie “treuherzig” der neue Partner dreinblicken mag, viele Betroffene wissen von ihrer Ansteckung einfach noch nichts. Umso wichtiger ist es, einen HIV-Test durchführen zu lassen. Dieser Test wird mit großer Diskretion behandelt und nur der Infizierte persönlich bekommt Auskunft über das jeweilige Ergebnis. Daraus folgt: Wissen ist Macht, und nur wer Bescheid weiß, kann dementsprechend handeln.